Virtueller Rundgang
Auf dem der Festwiese an der Krokauer Mühle erwarten Sie hunderte alte Traktoren und weitere Fahrzeuge - von den seltenen Lanz-Bulldog Verdampfer bis zum Deutz D30, der jedes Dorf geprägt hat.
Doch das ist nicht alles!
Denn an jeder Ecke dreht sich etwas. Wir zeigen, wie Landwirtschaft damals aussah. Wie hört sich eine Dreschmaschine an, wie stapelt man einen Reuter, wie stellt man Milch und Käse her und wie sägt man ein Brett? Wir bringen die alten Maschinen zum Leben.
Weiter unten befinden sich einige der ausgestellten Maschinen:
Ein Heuaufzug dient zur Einlagerung von losem Dürr gut, insbesondere von Heu, in Scheunen und Heuböden.
Ein Heuaufzug besteht aus einem per Seilzug an einer Laufkatze befestigten Greifer. Die Laufkatze läuft an einer unter dem Dachfirst befestigten Schiene. Angetrieben wird der Heuaufzug über eine Winde, die sich an einem Ende der Schiene befindet, mit einem Elektromotor, lediglich ältere Heuaufzüge müssen mit Muskelkraft bewegt werden.


Ein Heuaufzug kann das Heu immer nur an dem zum Antrieb entgegengesetzten Ende der Schiene aufnehmen. Manche Heuaufzüge befinden sich nur innerhalb des Gebäudes, bei manchen Heuaufzügen liegt der Ort, wo das Heu aufgenommen wird, außerhalb des Gebäudes. Die dazu durch ein Tor nach außen ragende Schiene ist dort an einem Balken, dem sogenannten Heubalken befestigt.
Funktionsweise:
Zunächst fährt die Laufkatze bis zum Ende der Schiene. Dort löst sich der Greifer automatisch und er senkt sich zum in der Scheune bzw. auf dem Heuboden einzulagernden Dürrgut, welches sich in der Regel auf einem Anhänger befindet. Nach dem Schließen des Greifers wird dieser wieder bis zur Laufkatze hochgezogen, wo er einrastet


Die Laufkatze fährt dann an der Schiene bis zum vorher eingestellten Abladepunkt. Dort wird der Greifer geöffnet und das Dürrgut fällt zu Boden, von wo aus es noch per Heugabel auf den gesamten Lagerplatz verteilt werden muss.


Das Heu wurde damals entweder mit dem Leiterwagen oder später wo die Traktoren immer mehr auf den Höfen Einzug nahmen per Reuter zum Hof gefahren.



Ein Heureuter(auch Reuter, Heinze oder Hiefel genannt) ist eintraditionelles Holzgerüst in der Landwirtschaft, das zum Trocknen von frisch gemähtem Gras (Heu) dient. Es ist eine Form der bodenunabhängigen Trocknung, bei der das Heu aufgestapelt wird, um besser belüftet zu werden und schneller zu trocknen. Er wird dann mit dem Reuterschlöp oder Reuterheber von der Weide zum Heuaufzug , oder Gebläse gefahren um dort abgeladen zu werden in die Scheune oder auf dem Dachboden.



Die arbeitsintensiven Heuaufzüge wurden seit der Einführung zumeist durch Heugebläse, der ersten Hochdruckpressen, Ladewagen



oder Förderbänder ersetzt.




Unsere Heuzange wurde 2003 aus dem Torhaus vom Schloss Hagen übernommen, als diese für Baumaßnahmen weichen sollte..


Wie berichtet wurde von uns im März 2015 eine 100 Jahre alte Gattersäge in der Tischlerei Lantau, Stakendorf abgebaut (KN, Bilder). Seitdem haben wir die Gattersäge der Firma Wehrhahn komplett zerlegt. Es wurden einige Teile ersetzt und sämtliche Lager aus Kunststoff neu gedreht. Außerdem haben wir einen alten Tieflader mit Trägern passgenau verstärkt, die Bremsanlage erneuert und diesen ebenfalls hergerichtet. Die Jugendgruppe hat sich auch eingebracht und unter anderem die Holzteile aufgearbeitet.
Ende Mai 2018 wurde dann schließlich das vormontierte Gatter auf den Tieflader verheiratet. In den nächsten Wochen wurden Wellen ausgerichtet, eine Transmission zum Erreichen der Drehzahl gebaut und Ausleger mit Schienen konstruiert. ![]()
Das folgende Video zeigt dann den ersten Testlauf der Säge. Während sich die frischen Lager langsam einlaufen mussten, bewegte sich die Säge durch die enormen Kräfte mit jeder Umdrehung einige Zentimeter in der Luftbereifung vor und zurück. Und obwohl der stark versteifte Tieflader mittlerweile aufgebockt wird verwindet er sich unter Last immer noch einige Zentimeter. Es gab auch Probleme mit dem Vortrieb und der Ausrichtung der Transmission.
Zum Ostsee-Traktorentreffen 2018 wurde die Säge das erste Mal der Öffentlichkeit gezeigt, aus Sicherheitsgründen nur im Leerlauf. Ab 2020 wurden dann di ersten Stämme aufgesägt. Wir stecken immer noch Arbeit in die Maschine, etwa an der Transmission und den schnellen Rücktrieb, in Stakendorf durch ein LKW-Getriebe gelöst. Derzeit werden die Sägeblätter aufgearbeitet und der Tieflader mit einer Druckluftbremse und einem Dach ausgestattet.

















