Am Samstag, den 21. März 2026, stand wieder unsere alljährliche Bildungsfahrt auf dem Programm. Früh am Morgen ging es um 6:45 Uhr mit insgesamt 75 Teilnehmern aus Verein und Freundeskreis los. Erstmals mit Thorsten am Steuer vom voll besetzten Doppeldecker.
Unser erstes Ziel führte uns nach Owschlag zum landtechnischen Museum „De Lütte Oldtimer Schüün“. In zwei gefüllten Scheunen erwartet die Besucher eine umfangreiche private Sammlung von landwirtschaftlichen Geräten. Wir konnten viele Themen erkennen, die wir so auch in Krokau zeigen wie Dreschtechnik, Strohbergung, Dreschtechnik, Bodenbearbeitung sowie Brennholzverarbeitung. Eine Besonderheit ist die Torfpresse samt passender Gerätschaften, die man so nur selten sieht. Ein herzlicher Dank gilt den Sammlern Volker und Christoph Petersen für die interessante Führung und die Einblicke in ihre Sammlung.
Weiter ging es nach Drage an der Eider zum Hof Spangenberg. Der große Familienbetrieb vereint moderne Milchviehhaltung, Rinderzucht, Biogas und Ackerbau mit einem breit aufgestellten Lohnunternehmen. Die Familie Spangenberg führte uns über den gesamten Betrieb – vom Stall über Melkstand und Jungviehaufzucht bis hin zur Werkstatt des Lohnunternehmens. Dort stand moderne Gülletechnik sowie zwei leistungsstarke Häcksler, die sowohl auf den eigenen Flächen als auch im überbetrieblichen Einsatz laufen. An zwei Standorten betreibt der Hof außerdem Biogasanlagen, die sowohl Strom erzeugen als auch Wärme für das Dorf bereitstellen. Was uns aufgefallen ist: Es wird überall gebaut, modernisiert, ausprobiert und kontinuierlich weiterentwickelt. Hier zeigt sich eindrucksvoll, was entstehen kann, wenn ein Familienbetrieb mutig investiert und konsequent auf moderne Technik setzt. Vielen Dank an die Familie Spangenberg für die Hofführung.
Zur Mittagszeit kehrten wir in Linden ein, wo ein reichhaltiges Schnitzelbuffet für die nötige Stärkung sorgte.
Am Nachmittag stand mit dem Textil-Museum „Tuch + Technik“ in Neumünster ein ganz anderes Thema auf dem Programm. Neumünster galt einst als das „Manchester von Holstein“, geprägt durch seine große Bedeutung in der Textilproduktion. Im Museum wurde anschaulich der Weg von den ersten Tüchern anhand archäologische Funde, über die Zeit der Zünfte und aufwendiger Handarbeit bis hin zur Industrialisierung dargestellt. Ein Meilenstein war die „Spinning Jenny“, die 1765 erfunden wurde und erstmals das gleichzeitige Spinnen mehrerer Fäden ermöglichte. Ein Neumünsteraner Unternehmer brachte diese Technik früh in die Region; im Museum steht heute ein originales Exemplar sowie einer der ersten Lochkarten-Webstühle. Besonders beeindruckend waren die großen dampf- und später elektrisch betriebenen Maschinen des frühen 20. Jahrhunderts, darunter Mischwolf, Dreikrempelsatz und Schützenwebstuhl. Ein Museum, das man defenitiv gesehen haben muss.
Nach einer gemeinsamen Kaffeepause am Bus traten wir schließlich die Heimfahrt an.
Es war erneut eine rundum gelungene Bildungsfahrt mit vielen Eindrücken, interessanten Gesprächen und Einblicken hinter Türen, die man sonst kaum geöffnet bekommt. Ein besonderer Dank geht an Jürgen für die umfangreiche Organisation, die vielen Telefonate und die große Vorarbeit im Hintergrund – ohne dieses Engagement wäre eine solche Fahrt nicht möglich.
Mit dem 19. Ostsee-Traktorentreffen beziehen wir eine neue Fläche für Parkplatz- und Fahrerlager. Gleichzeitig wird die Veranstaltung so groß und abwechslungsreich wie kein kaum ein anderes Treffen im Norden. Deshalb viel Spaß mit unserem neuen Flyer:
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Mit der traditionellen Maifahrt starten wir jedes Jahr in die neue Saison. In diesem Jahr nutzten wir die gemeinsame Ausfahrt gleichzeitig dazu, neue Vereinsgeräte in unsere Vereinsscheune nach Krokau zu bringen und verschiedene Maschinen zur Aufarbeitung für unser Treffen am 22. & 23. August zu verteilen.
Bei bestem Sommerwetter starteten wir mit über 20 Fahrzeugen und rund 30 Teilnehmern in Probsteierhagen. Mit dabei war auch ein Tieflader, beladen mit neuen Vereinsgeräten. Detlev übernahm mit etwa 18 km/h die Spitze des Konvois. Die Strecke führte am Passader See entlang über Fahren, durch die blühenden Rapsfelder Richtung Schönberg und anschließend durch die Salzwiesen von Stakendorf und Neuschönberg. Nach etwa anderthalb Stunden auf Feld- und Nebenwegen erreichten wir schließlich unsere Vereinsscheune in Krokau.
Noch 115 Tage bis zu unserem Treffen – und es gibt weiterhin viel zu tun. Einige Vereinsgeräte müssen geschmiert, geprüft und gewartet werden, damit sie im August zuverlässig laufen. Die Arbeiten erfolgen in kleineren Gruppen. Die Maifahrt bot daher eine gute Gelegenheit für einen ersten gemeinsamen Arbeitseinsatz zum Sichten und Umlagern der Technik in unserer Scheune.
Dabei wurde unter anderem Folgendes umgesetzt:
- Die Dreschmaschine wurde aus der Scheune gezogen und auf den Tieflader verladen. Sie wird bei Stefan überarbeitet und für den Einsatz vorbereitet.
- Der Steinbrecher ging nach Schrevendorf, wo Kevin und sein Team die Maschine zerlegen und präventiv Teile ersetzen werden.
- Das Themen-Dach „Elektrik auf dem Lande“ wird bei Dietmar in Tökendorf erweitert. Neue Exponate ergänzen die Ausstellung, gleichzeitig wird die Konstruktion verstärkt. Auch die Elektrik soll künftig nicht nur gut aussehen, sondern auch funktionsfähig sein.
Gleichzeitig konnten wir mehrere Neuzugänge aus einem Nachlass in unsere Sammlung aufnehmen:
- Schaufeln, Besen, Mistgabeln und weiteres Arbeitsgerät
- Ergänzungen für unsere Elektrik-Sammlung
- eine Viehtränke sowie eine historische Milchhandkarre
- einen Kartoffel-Häufler
- sowie einen seltenen „Pollert“-Erdwolf (siehe unten)
Gemeinsam wurde außerdem das Veranstaltungsgelände für unser Treffen besichtigt. Der neue Parkplatz ist deutlich größer und besitzt einen direkten Zugang zum Festplatz. Auch die neue Aufteilung mit großem Fahrerlager, neuen Flächen für Heu- und Milchwirtschaft sowie einem eigenen Bereich für Straßenfahrzeuge im Apfelgarten fand große Zustimmung. Die Umstellung ist der richtige Schritt für die zukünftige Entwicklung des Treffens.
Im Anschluss klang der Tag bei einem gemütlichen Beisammensein mit Pizza von der Mühle aus.
Eine besondere Rarität stellt unser neu hinzugekommener „Pollert“-Erdwolf dar. Die Firma Pollert produzierte bereits in den 1920er-Jahren Maschinen rund um den Kartoffelanbau. Bis 1945 befand sich der Firmensitz in Schneidemühl (Pommern), heute Piła in Polen. Pommern gehörte damals zu den wichtigsten Kartoffelanbaugebieten Europas und lieferte 1939 rund 12% der deutschen Kartoffelernte. In Schneidemühl waren mehrere bedeutende Landtechnik-Fabriken ansässig, darunter die Firmen August Gruse mit Kartoffelpflanz- und Erntetechnik, Wermke Ackergeräte und August Pollert. Pollert entwickelte sich zum wohl größten Hersteller von Kartoffelsortiermaschinen und später auch von Kartoffelwaschanlagen.
Unser Erdwolf entstand jedoch nach dem Krieg vermutlich in Dietrichsdorf. Dort ließ Hans Köhler zwischen 1947 und 1950 erneut unter dem Namen Pollert Kartoffelmaschinen produzieren, vor allem Sortiermaschinen. Eine solche Pollert-Sortiermaschine gehört bereits zu unserem Bestand und war damals das erste Projekt unserer Jugendgruppe.
Der nun hinzugekommene „Pollert“-Erdwolf wurde zwischen 1948 und 1950 gebaut. Die Maschine diente dazu, Kartoffel- und Rübenmieten mit Erde abzudecken, konnte jedoch ebenso im Wegebau oder zum Zuschütten von Bombentrichtern eingesetzt werden. Heute dürfte es nur noch sehr sehr wenige erhaltene Exemplare dieser Maschine geben.
Auch in diesem Jahr waren wir wieder beim Himmelfahrts-Treffen des Lanz Bulldog Club Holstein in Brokstedt vertreten. Für viele unserer Mitglieder gehört die Fahrt fest zur Saison dazu – obwohl die Anreise von der Probstei nach Brokstedt mit unseren Schleppern etwas länger dauert.
Schon am Dienstag vor Veranstaltungsbeginn waren zahlreiche Helfer aus unserem Verein vor Ort. Über drei Tage hinweg kümmerten wir uns als Verein um Einweisung auf dem Ring, Platzorganisation und Betreuung der ankommenden Fahrzeuge. Insgesamt waren rund 30 Mitglieder von uns im Einsatz, organisiert von Jürgen. Auch Brokstedt läuft nur, wenn Leute wie wir beherzt Verantwortung übernehmen.
Natürlich waren wir nicht nur als Helfer dabei, sondern auch mit etwa 20 Maschinen vertreten. Wie in den vergangenen Jahren haben wir wieder unseren Teil zur Sonderausstellung beigetragen und gleichzeitig etwas Werbung für unser eigenes Treffen in Krokau machen.
Schwerpunkt Deutz
Das diesjährige Motto stand ganz im Zeichen der Marke Deutz. Mit über 200 ausgestellten Schleppern wurde die Entwicklung der Kölner Motorenbauer eindrucksvoll gezeigt. Der spätere Deutz-Konzern wurde 1864 von Nikolaus August Otto gegründet und machte sich als Motorenbauer einen Namen. Vor etwas über 100 Jahren stieg man dann in den Traktorenbau ein.
Zu den besonderen Exponaten gehörte dann auch die ersten Deutz-Landbaumaschine, dem sogenannte Deutz-Trekker von 1918, davon ist nur noch ein Exemplar bekannt und zuvor nur in Einzelteilen in Nordhorn gezeigt! Sowie ein Deutz MTH 222. Daneben waren zahlreiche luft- und wassergekühlte Schlepper aus verschiedenen Baujahren zu sehen, bis hin zum modernen Deutz-Fahr Schlepper.
Mehrere Bereiche mit laufenden Standmotoren machten die Technik des Moorenbauers besonders lebendig. Die Motoren trieben Maschinen im praktischen Einsatz an, vom Holzspalten bis zum Wäschewaschen. Ein großer Stationärmotor (MK/V 360 von 1925) mit ganzen 65 Litern Hubraum bei 60 PS zog im Leerlauf den ganzen Tag über die Besucher wie ein Magnet in seinen Bann. Ergänzt wurde die Ausstellung durch besondere Einzelstücke wie den Deutz F1M414 auf Ketten von Hendrik, dem F2M416 Prototypen, der Straßenzugmaschine von 1938, dem F1M414 in Plantangenausführung um nur einige zu nennen. Dazwischen aber auch Sonder-Umbauten wie dem Flugzeugschlepper von Lufthansa-Technik sowie einen auf Elektroantrieb umgebauten Deutz F2L.
Nach dem gelungenen Wochenende richtet sich der Blick nun wieder auf unser eigenes Treffen am 22. und 23. August in Krokau an der Mühle. Viele der Aussteller und Fahrer, die man in Brokstedt gesehen hat, haben sich bereits angekündigt.
Wie gewohnt planen wir wieder Vorführungen unter Last, laufende Technik, 12 verschiedene Themenbereiche, das volle Spektrum der Landwirtschaft vom Sägewerk bis zum Dreschen mit der Stahl-Lanz. Dazu werden Maschinen erwartet, die es so nur in Krokau zu sehen gibt. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren – wir freuen uns auf ein starkes Treffen.
Nach einem erfolgreichen 2025 starten die Oldtimerfreunde Probstei auf der Jahreshauptversammlung mit einem verstärkten Vorstand in das Krokau-Jahr 2026
Am 30.01.2026 fand in der Fischerwiege Passade mit 43 anwesenden Mitgliedern die Jahreshauptversammlung der Oldtimerfreunde Probstei statt.
Rückblick
Jürgen startete mit einem Rückblick in 2025, mit der JHV, dem Besuch der Flugabwehr-Ausstellung, dem Vortrag und späteren Besuch der Siedlung Moor, der Bildungsfahrt an die Westküste, Maifahrt, Brokstedt, Hoffest Bock, Eröffnung Korntage, Abschluss Korntage, Garben binden und später Dreschtag im Probstei-Museum, Pflügen, Herbstrallye, Grünkohlessen, ... Ein sehr aktives Jahr mit viel Beteiligung.
Auf Jürgen folgte Andrea mit dem detaillierten Kassenbericht. Trotz der laufenden Ausgaben im Nicht-Krokau Jahr können wir das Treffen in Krokau finanzieren. Dies wurde von den Kassenprüfern Mirko und Dietmar bestätigt, die ebenfalls die perfekte Buchführung von Andrea lobten. Der Vorstand wurde entlastet.
Wahlen:
Einstimmig wiedergewählt wurden: 1. Vorsitzender (Jürgen), 2. Schriftwart (Arnd), 1. technische Referenten (Christian und Christian), Jugendwarte (Lasse und in Abwesenheit Steffen).
Neu gewählt wurden: 2. Kassenwart (Carsten) wird zusammen mit Andrea die Kasse 2026 führen und die Finanzen und Kassen-Organisation rund um Krokau stemmen. Außerdem wurde Kevin in den Kreis der 2. technischen Referenten gewählt. Die Kasse werden das nächstes Jahr Dietmar zusammen mit Peter prüfen.
Krokau - 22.-23. August 2026
Die Planungen für Krokau laufen. In diesem Jahr steht uns der alte Parkplatz nicht zur Verfügung, dafür bekommen wir die Koppel Ortsausgang Krokau nach Fiefbergen. Von da gibt es einen direkten Zugang zum Festplatz. Für uns bedeutet das vor Allem mehr Platz, etwa für das Fahrerlager und den Parkplatz. Hier wird es in Kürze weitere Absprachen und Ortsbesuche geben.
Unsere Projekte sind:
- Verbesserung der Horizontal-Gattersäge. Hier ist im letzten Jahr der Tieflader u.a. mit eine Bremsanlage ausgerüstet worden. Mehr in Planung.
- Stationärer Deutzmotor: dieser soll auf einen größeren Anhänger montiert werden, mit Generator und Kompressor
- Es werden weiterhin Leute gesucht, die sich um eine kleinere Maschinen oder Projekte z.B. als Maschinenpartenschaft kümmern.
Sonstiges:
- Detlev hat sich auf der Jahreshauptversammlung 2025 aus dem Vorstand zurück gezogen. Hierfür dankt ihm der Verein. Es wurde eine gedruckte und gebundene Ausgabe unses Rückblicks auf das 25-Jährige Bestehen des Vereins überreicht.
- Unser Verein hat eine gesunde Alterstruktur und auch der Vorstand ist in den letzten Jahren jünger geworden. Dieser soll in Zukunft durch ein Ältestenrat unterstützt werden. Dieser kann mit seinem Wissen und Erfahrung untertützend zur Seite stehen.
- Im Verein gibt es wieder genug Interessenten an einer Jugendgruppe, die soll 2026 wieder ins Leben gerufen werden.
- Es sollen gerne wieder in Krokau Maschinen-Schilder (lesbar!) an möglichst vielen privaten Traktoren und Maschinen angebracht werden. Es sollen auch leere Schilder ausgegeben werden. Außerdem gibt es Schildträger aus Kunststoff bei Detlev. Bitte bei Arnd oder Detlev melden.
- Oldtimerfreunde Probstei spenden! Nach Tafel und ASB-Heim haben wir anlässlich unserer Weihnachtsfeier an den Verein "Trauernde Kinder Schleswig-Holstein e.V." gespendet. Eine wichtige Arbeit!
Brokstedt.
Am 14. Mai 2026 findet das 50. LBCH Lanz-Bulldog-Treffen in Brokstedt statt. In diesem Jahr ist das Motto der Sonderschau das Thema DEUTZ anlässlich des 100 jährigen Jubiläums des DEUTZ-MTH-Traktors. Wir werden Verantwortung beim Schlepper-Einlass und der Einweisung auf dem Ring übernehmen. Denn Brokstedt kann weiter gehen, wenn es auf mehr Schultern verteilt wird. Außerdem wird für das Fahrerlager in diesem Jahr eine Anmeldung benötigt. Jürgen und Christian sammeln Anmeldungen damit wir zusammen stehen.
Bildungsfahrt:
Die Bildungsfaht führt uns am 21.03. nach Hütten zu einen privaten Sammler, zu einem breit aufgestellten landwirtschaftlichen Betrieb nach Heide, zum Schnitzel-Buffet nach Linden und abschließend zum Museum Tuch-und-Technik nach Neumünster.
Einladung kommt demnächst per Post.
Vorläufiger Terminplan 2026:
21.03. Bildungsfahrt
22.03. Tag der offenen Scheune des LBCH
01.05. Maifahrt
14.05. Himmelfahrtstreffen in Brokstedt
31.05. Hoffest
19.07. Molfsee
23.07. Eröffnung Korntage
31.07. Letzter Clubabend vor Krokau
22-23.08.2026 - 19. Ostsee-Traktorentreffen in Krokau
03.10. Ausfahrt
12.12. Grünkohl
21.01.2027 Jahreshauptversammlung
Außerdem jeden letzten Freitag im Monat Clubabend.

Am 17. September haben wir Oldtimerfreunde Probstei uns bei Stefan in Tökendorf zum Pflügen getroffen.
Unser Treffen in Krokau umfasst schon seit Beginn das Thema Bodenbearbeitung. Doch als Organisator haben wir an dem Wochenede ganz unterschiedliche Aufgaben - da bleibt keine Zeit um selbst ein paar Furchen zu ziehen. Und so kam nach dem letzten Treffen in Krokau die Idee auf, sich einfach mal zum Pflügen zu treffen.
Und die Resonaz konnte sich sehen lassen. 14 Schlepper mit Pflügen. Zwei mit Eggen und Grubber. Und über den Tag verteilt sind immer wieder bekannte Gesichter teilweise mit Schleppern vorbei gekommen um sich das Spektakel anzusehen, beim Einstellen zu helfen oder sich einer der Pflüge mal auszuleihen.
Besonders interessant waren die verschiedenen Schlepper und Pflüge. Vom 20PS Ackerbulldog mit gezogenem 2-Schaar-Pflug über den Straßenbulldog mit 3-Schaar Plug bis zum 60er Bulldog mit gefederten Schaaren. Vom Allgaier mit 1-Schaar-Handaushub über den Fendt Geräteträger mit Grenzpflug bis zum Fendt Farmer 105s (60PS) mit Drehpflug. Vom Halbdiesel D 2806 mit Eggenbaum bis zum Farmer 103 S auf Zwillingsreifen mit Grubber. Eine Reise durch die Jahrzehnte - die sich auch im unterschiedlichen Pflugbild gezeigt hat.
Als Übungsfläche standen zwei Pferdeweiden zur Verfügung. Der feste trockene Boden zusammen mit einer Menge an Steinen machten es teilweise unmöglich in den Boden zu kommen. Nur die zwei 60 PS Schlepper mit ihren gefederten Schaaren hatten hier eine Chance. Mit einem Schaar weniger oder zusätzlichem Gewicht und natürlich einer Menge an Einstellungen wurde es auch mit den anderen Pflügen besser. Und so verwandelte sich das Grün Stück für Stück in einen schwarzen Acker.
Als "Meisterstück" hat uns Stefan dann noch einen Rapsacker organisiert. Hier sind alle 11 Schlepper in einer Furche gefahren. Dabei entstanden beeindruckende Aufnahmen. Immer im Kreis um das Beet - einfach nur toll.
Das Feld wurde nach etwa einer Stunde gepflügt und gegrubbert hinterlassen.
Der Tag wurde mit einer gemensamen Abendveranstaltung in alter Probsteier Tradition mit Braten vom lokalen Schlachter und mit Kaltgetränk am Feuerkorb abgerundet.
Wir danken den Gastebern Stefan und Familie für die Organisation, das zu Verfügung stellen der Koppeln, die Bewirtung über Tag und am Abend. Eine tolle Veranstaltung für den Verein selbst mit sehr guter Resonanz, die es so ähnlich in den nicht-Krokau Jahren bestimmt mal wieder gibt.
Bilder
Am 24. August haben die Oldtimerfreunde Probstei gemeinsam mit dem Probstei Museum einen Dreschtag auf dem Museumsgelände veranstaltet. Bei bestem, trockenem Wetter konnten zahlreiche Besucher einen Einblick in einen Dreschtag wie vor hundert Jahren bekommen.
Eine Woche Vor der Veranstaltung haben wir in Gödersdorf ca 160 Garben Hafer gemäht und gebunden. Diese wurden bei der Veranstaltung durch die Dreschmaschine „Tante Hilde“ gedroschen. Angetrieben durch den Deutz F1 von Lasse, der dem betagten Schlepper am Vortag noch einen neuen Zylinder und Laufbuchse verpasst hat. Dank der guten Vorarbeit, insbesondere durch Familie Springe, stand der Veranstaltung nichts mehr im Wege.
Und so konnten wir uns ganz auf Tante Hilde konzentrieren, die mit der Mege an Getreide und Stroh absolut an der Grenze lief.
Ein Teil des gedroschenen Strohs wurde anschließend mit einem Strohhäcksler zerkleinert.
Besonders eindrucksvoll war auch der Einsatz von zwei Kaltblütern, die den Göpel antrieben. Über diesen wurde ein Stiftendrescher betrieben, dessen Erntegut danach noch durch die Windfege gereinigt wurde.
Das Museumspersonal demonstrierte außerdem das traditionelle Dreschen mit dem Dreschflegel – eine Aktion, die vor allem für die jüngeren Besucher spannend war.
Rund um die Maschinen gab es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm:
- Ein kleiner Markt mit Kaffee, Pförtchen und Kunsthandwerk.
- Eine Modell-Dampfmaschine mit angeschlossener Modell-Dreschmaschine.
- Buschwerk hacken auf dem Parkplatz.
- Anschmeißen eines Glühkopf-Bulldogs.
- Ausstellung verschiedener historischer Traktoren.
Zum Abschluss wurde das restliche Stroh zu Ballen gepresst und alles ordentlich aufgeräumt. Rund 20 Helferinnen und Helfer aus dem Verein und eine ebenfalls sehr starke Truppe vom Heimatmuseum sorgten für einen reibungslosen Ablauf.
Die Veranstaltung konnte mit einem Braten aus dem Museumsofen ausklingen.
Der Dreschtag war ein voller Erfolg und lockte viele interessierte Besucher an, die sich für die alten Maschinen und die traditionelle Landwirtschaft begeistern konnten. Der nächste Dreschtag findet dann 2027 statt.
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