Nach einem erfolgreichen Krokau-Jahr wurde die Oldtimersaison 2026 mit der 3.-Oktober-Fahrt beendet. Bei bestem Wetter haben wir uns mit etwa 30 Mann und 18 Traktoren in Ratjendorf getroffen. Dort haben wir unsere Gattersäge empfangen, die dort trocken in einer Halle den Winter verbringen darf.
Neben der Säge dürfen wir dort auch noch zwei weitere Anhänger unterstellen. Wir haben das Glück, unsere Geräte bei zahlreichen Unterstützern unterstellen zu dürfen, darunter der Dachstuhl, Einfahrmähdrescher, Probsteier Dreschkasten, Binder, ....
In Ratjendorf steht auch unser "neuer" Rungenanhänger, der 1946 in der Fahrzeugfabrik Peter Bauer im zerbombten Köln-Ehrenfeld entstanden ist. Der Traditionsbetrieb ist insbesondere für Fahrzeug-Aufbauten etwa für Busse und LKWs bekannt. Nach dem Krieg stand die Firma fast vor dem Nichts. Mit nur zwölf Mann lief die Produktion wieder an. Unser Anhänger, Baujahr 1946, stammt aus genau dieser Zeit des Neubeginns. Mit Restmaterial, welches die Bomben in einem Brauerei-Keller überlebt hatte, wurden Anhänger wie unserer gebaut. Um die Marktbeschränkungen zu umgehen wurden überwiegend Land- und Forstanhänger gebaut und direkt gegen Nahrungsmittel, Bau- und Heizmaterialien getauscht.
Unsere Tour führte uns dann mit Detlev vorweg über Feld-, Wald- und Wiesenwege nach Neu-Sophienhof, Charlottental, durch zwei Wälder nach Friesenhof, Jasdorf, Dobersdorf, Tökendorf schließlich nach Trensahl. Dort wartete eine aufgelöste Sammlung an alten Gerätschaften auf uns: hunderte alte Werkzeuge, Zangen, landwirtschaftliche Werkzeuge, Küchenutensilien, Alltagshelfer, Elektrogeräte, Bücher.
Einige Teile aus der Sammlung werden von uns sortiert, präpariert und dann in zwei Jahren in Krokau ausgestellt. Sie ergänzen unsere Sammlungen "Elektrik auf dem Land" und "Forken, Schaufeln, Spaten".
Die Tour ist mit einem Getränk und Suppe von Hof Steffen ausgeklungen.
Das 19. Ostsee-Traktorentreffen der Oldtimerfreunde-Probstei e.V. an der Windmühle in Krokau ist erfolgreich mit einer beeindruckenden Resonanz seitens der Teilnehmer und Besucher zu Ende gegangen. Allein die Zahlen sprechen für sich: fast 3.200 zahlende Besucher an zwei Tagen, wobei Kinder gar nicht gezählt wurden, dazu an die 450 Traktoren, zum Teil mit Anbaugeräten, Hängern und viele Oldtimer PKW und Motorräder, lassen erahnen, was auf dem Veranstaltungsgelände los war. Unsere Veranstaltung in Krokau zählt mittlerweile zu der zweitgrößten dieser Art in Schleswig-Holstein, nur noch übertroffen von unseren Freunden des LBCH in Brokstedt.
Alles hat mitgespielt, das Wetter, die Besucher, keine Unfälle, die neue Platzaufteilung, der neue Parkplatz im Süden, das Programm was geboten wurde, die Sonderschau "von der Sense bis zum Mähdrescher" und vor allen Dingen das Engagement der Vereinsmitglieder auf dem Platz und hinter den Kulissen. Bei einem Verein mit nur ca 80 Mitgliedern ist die Zahl der aktiven Helfer natürlich etwas kleiner und somit stellt es schon eine beeindruckende Leistung dar, so eine Veranstaltung wie Krokau auf die Beine zu stellen!
Ein Publikumsmagnet waren die immer ausgebuchten Rundfahrten mit fachkundigungen Erläuterungen der verschiedenen Aktivitäten auf dem Gelände, wie Informationen über den Dreschkasten mit Höhenförderer und Heuzange, den Steinbrecher, vorbei an der Holzverarbeitung mit Buschhacker, an der Motorbremse und an einem der Höhepunkte, unserer Gattersäge. Das Konzept der Rundfahrten mit Kommentaren ist einzigartig und unterscheidet sich dadurch von vielen anderen Veranstaltungen dieser Art. Nur so kann man bei Gästen, die sonst wenig mit Landwirtschaft und Technik zu tun haben, Verständnis und Interesse für altes technisches Kulturgut und alte Arbeitsweisen der Vorfahren wecken.
Nach so einer Veranstaltung können wir uns nicht genug bedanken bei denen, die zum Gelingen beigetragen haben, bzw. diese ermöglicht haben, so bei der Familie Untiedt, die das Gelände zur Verfügung stellten, beim Amt Probstei für die unkomplizierten Genehmigungen, bei der Polizei, bei den Firmen Alpen, Hof Steffen, Tiefbau Olaf Schwerdt, Berchim, dem Bäcker, Hof Moorhörn, Elektro Rethwisch und bei allen Helfern und Freunden unseres Vereins und der Jungen Landfrauen, THW Jugend Preetz, Alttraktorenfreunde Westensee und ganz besonders bei den fleißigen Bäckerinnen und deren Kuchenspenden, das war großartig!
Nachfolgend haben wir hier noch einige Fotos zur Erinnerung an Krokau 2026 eingestellt und freuen uns auf ein gesundes Wiedersehen 2028!
Geschrieben von Hans-Werner Voss


Eine anstrengende Woche Aufbau liegt hinter uns. Und wir können mit gutem Gewissen behaupten: so viel gab bei uns noch nie zu sehen
An diesem Wochenende Samstag und Sonntag von 10:00 bis 17:00 zeigen Land-Technik aus 100 Jahren in Betrieb. Es wird gedroschen, Getreide gebunden, Bretter gesägt, Holz gespalten, Steine gebrochen, gepflügt, gehackt, gehäckselt, Ballen geladen und vieles mehr.
Und in diesem Jahr haben wir etwas besonderes vorbereitet:
- die Sonderschau von der Sense bis zum Mähdrescher zeigt die Entwicklung der Dreschtechnik.
- Der Pollert Erdwolf, die wohl älteste erhaltene Mitenabdeckmaschine, wird zusammen mit dem Pollert Kartoffelsortier gezeigt, den unsere Vereinsjugend einst restauriert hat.
- Und beim Heu zeigen wir auf 50 Metern alle Schritte der Heuernte mit verschiedenen alten Maschinen wie eine Heuspinne, Mähbalken, Reuterheber und Feldhäcksler
Vielen Dank an Hof Steffen Muxall für die Bewirtung am Wochenende und an die Jungen Landfrauen für Ihre Unterstützung hinter dem Kuchentresen.
Eintritt 5€, Kinder frei, nur Barzahlung. Oldtimerfahrer haben freien Eintritt
Dem Einsatz in Krokau 2026 steht nichts mehr im Wege: der Reuterträger von Cl. Meifort Söhne. Detlev hat die Winde instandgesetzt, Reifen und Radlager neu gemacht - der Heber arbeitet wieder wie früher.
Bis in die 50er- und 60er-Jahre waren Reuter die Lösung, um Heu luftig und regensicher zu bergen. Zum Ausheben, Versetzen und transportieren fehlte den damaligen Treckern aber meist die Hydraulik oder schlicht das Gewicht. Also bekam der Heber ein eigenes Fahrwerk und einen Seilzug. Erhalten geblieben sind von diesen Geräten nur wenige - die meisten sind mit dem Ende der Reuterei verschrottet worden.
Das Besondere: gebaut wurde dieses Exemplar quasi vor der Haustür, bei der Maschinenfabrik Cl. Meifort Söhne in Sude bei Itzehoe.
Reuter haben mal die Landschaft geprägt - heute sieht man sie nur noch auf Bildern. Immer weniger Leute wissen noch, wie man Reuter richtig aufbaut. Auch deshalb ist das Reutern bei unserem Traktorentreffen ein ganz besonderes Herzensprojekt.
Zu sehen am 22./23. August 2026 in Krokau.