Oldtimerfreunde Probstei

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Krokau 2026

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Mit der traditionellen Maifahrt starten wir jedes Jahr in die neue Saison. In diesem Jahr nutzten wir die gemeinsame Ausfahrt gleichzeitig dazu, neue Vereinsgeräte in unsere Vereinsscheune nach Krokau zu bringen und verschiedene Maschinen zur Aufarbeitung für unser Treffen am 22. & 23. August zu verteilen.

Bei bestem Sommerwetter starteten wir mit über 20 Fahrzeugen und rund 30 Teilnehmern in Probsteierhagen. Mit dabei war auch ein Tieflader, beladen mit neuen Vereinsgeräten. Detlev übernahm mit etwa 18 km/h die Spitze des Konvois. Die Strecke führte am Passader See entlang über Fahren, durch die blühenden Rapsfelder Richtung Schönberg und anschließend durch die Salzwiesen von Stakendorf und Neuschönberg. Nach etwa anderthalb Stunden auf Feld- und Nebenwegen erreichten wir schließlich unsere Vereinsscheune in Krokau.

Noch 115 Tage bis zu unserem Treffen – und es gibt weiterhin viel zu tun. Einige Vereinsgeräte müssen geschmiert, geprüft und gewartet werden, damit sie im August zuverlässig laufen. Die Arbeiten erfolgen in kleineren Gruppen. Die Maifahrt bot daher eine gute Gelegenheit für einen ersten gemeinsamen Arbeitseinsatz zum Sichten und Umlagern der Technik in unserer Scheune.

Dabei wurde unter anderem Folgendes umgesetzt:

  • Die Dreschmaschine wurde aus der Scheune gezogen und auf den Tieflader verladen. Sie wird bei Stefan überarbeitet und für den Einsatz vorbereitet.
  • Der Steinbrecher ging nach Schrevendorf, wo Kevin und sein Team die Maschine zerlegen und präventiv Teile ersetzen werden.
  • Das Themen-Dach „Elektrik auf dem Lande“ wird bei Dietmar in Tökendorf erweitert. Neue Exponate ergänzen die Ausstellung, gleichzeitig wird die Konstruktion verstärkt. Auch die Elektrik soll künftig nicht nur gut aussehen, sondern auch funktionsfähig sein.

Gleichzeitig konnten wir mehrere Neuzugänge aus einem Nachlass in unsere Sammlung aufnehmen:

  • Schaufeln, Besen, Mistgabeln und weiteres Arbeitsgerät
  • Ergänzungen für unsere Elektrik-Sammlung
  • eine Viehtränke sowie eine historische Milchhandkarre
  • einen Kartoffel-Häufler
  • sowie einen seltenen „Pollert“-Erdwolf (siehe unten)

Gemeinsam wurde außerdem das Veranstaltungsgelände für unser Treffen besichtigt. Der neue Parkplatz ist deutlich größer und besitzt einen direkten Zugang zum Festplatz. Auch die neue Aufteilung mit großem Fahrerlager, neuen Flächen für Heu- und Milchwirtschaft sowie einem eigenen Bereich für Straßenfahrzeuge im Apfelgarten fand große Zustimmung. Die Umstellung ist der richtige Schritt für die zukünftige Entwicklung des Treffens.

Im Anschluss klang der Tag bei einem gemütlichen Beisammensein mit Pizza von der Mühle aus.

  

Eine besondere Rarität stellt unser neu hinzugekommener „Pollert“-Erdwolf dar. Die Firma Pollert produzierte bereits in den 1920er-Jahren Maschinen rund um den Kartoffelanbau. Bis 1945 befand sich der Firmensitz in Schneidemühl (Pommern), heute Piła in Polen. Pommern gehörte damals zu den wichtigsten Kartoffelanbaugebieten Europas und lieferte 1939 rund 12% der deutschen Kartoffelernte. In Schneidemühl waren mehrere bedeutende Landtechnik-Fabriken ansässig, darunter die Firmen August Gruse mit Kartoffelpflanz- und Erntetechnik, Wermke Ackergeräte und August Pollert. Pollert entwickelte sich zum wohl größten Hersteller von Kartoffelsortiermaschinen und später auch von Kartoffelwaschanlagen.

Unser Erdwolf entstand jedoch nach dem Krieg vermutlich in Dietrichsdorf. Dort ließ Hans Köhler zwischen 1947 und 1950 erneut unter dem Namen Pollert Kartoffelmaschinen produzieren, vor allem Sortiermaschinen. Eine solche Pollert-Sortiermaschine gehört bereits zu unserem Bestand und war damals das erste Projekt unserer Jugendgruppe.

Der nun hinzugekommene „Pollert“-Erdwolf wurde zwischen 1948 und 1950 gebaut. Die Maschine diente dazu, Kartoffel- und Rübenmieten mit Erde abzudecken, konnte jedoch ebenso im Wegebau oder zum Zuschütten von Bombentrichtern eingesetzt werden. Heute dürfte es nur noch sehr sehr wenige erhaltene Exemplare dieser Maschine geben.

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